Selber bauen

Schallschutz für die Dartscheibe selber bauen

Materialliste, Beispielaufbau und sieben Montageschritte für deinen eigenen Dartboard-Träger.

Wie baust du Schallschutz für die Dartscheibe selbst?

Schallschutz für eine Steeldartscheibe kannst du als Träger aus zwei Platten planen: Die hintere Platte ist sicher an der Wand befestigt, die vordere trägt das Board, dazwischen sitzen für Last und Einbaulage geeignete Schwingungsisolatoren. Zwischen vorderer Platte und Wand darf kein zusätzlicher starrer Kontakt entstehen. Miss zuerst Gewicht, Platz und Wandbaustoff; wähle Isolatoren und Dübel anhand ihrer Daten und Montagevorgaben. Die Beispielmaße und sieben Schritte unten sind eine Planungshilfe, kein geprüfter Bauplan. Eine bestimmte Geräuschminderung ist für diesen nicht getesteten Aufbau nicht belegt.

Grundlagen: Mädler: Metall-Gummipuffer MGP – Druck, Schub und Zugbelastung, ACE: Abreißsichere Schwingungsisolatoren und zulässige Einbaulagen, fischer: Dübelwahl nach Wandmaterial und Traglast

Illustrative Werkbank im Hobbykeller mit runder Holzplatte, Filz- und Korkproben, Zollstock, Schwingungsdämpfern und Dübeln, dahinter eine Dartscheibe
KI-generierte Illustration

Was du bauen kannst: zwei Platten mit elastischer Verbindung

Ein möglicher Eigenbau für ein Steeldartboard mit seiner vorgesehenen Halterung nutzt zwei Platten und eine geeignete elastische Verbindung. Die hintere Platte wird sicher an der Wand befestigt, die vordere trägt das Board. Passende Schwingungsisolatoren verbinden beide Teile, ohne dass eine zusätzliche starre Schraube den Weg zur Wand überbrückt. Das ist ein redaktionelles Konstruktionsbeispiel; weder Tragfähigkeit noch Schalldämmung dieses konkreten Aufbaus wurden von uns geprüft. Für elektronische Scheiben musst du Gehäuse, Lochbild, Gewicht und Bedienbarkeit gesondert berücksichtigen; dazu gibt es einen eigenen Ratgeber zur elektronischen Dartscheibe.

Von der Wand zum Spieler sieht die Reihenfolge so aus:

  1. Wand und passende Dübel: Sie tragen den gesamten Aufbau.
  2. Hintere Platte: Sie verteilt die Befestigungspunkte und bleibt fest an der Wand.
  3. Schwingungsisolatoren und freier Zwischenraum: Hier liegt die elastische Verbindung.
  4. Vordere Platte: Sie trägt die Boardhalterung und die rückseitigen Stellfüße des Boards.
  5. Dartscheibe und gegebenenfalls Surround: Sie dürfen die Wand oder die hintere Platte nicht zusätzlich berühren.

Die feste Verschraubung der hinteren Platte ist bei diesem Konzept beabsichtigt. Eine lange Schraube durch beide Platten würde dagegen die elastische Verbindung überbrücken. Filz auf der Vorderseite kann die Optik verbessern; er ersetzt die Entkopplung nicht. Mehr dazu im Grundlagen-Ratgeber zum Dämmen.

Einordnung: Dies ist ein redaktionell entwickeltes Konstruktionsbeispiel, kein von uns gebauter oder akustisch gemessener Bausatz. Die Quellen belegen die Bauteilprinzipien und Montageanforderungen, nicht die Wirkung dieses konkreten Aufbaus.

Material und Werkzeug für den Eigenbau

Für den Eigenbau brauchst du Platten, geeignete Schwingungsisolatoren, passende Beschläge, eine zum Wandbaustoff passende Befestigung und das Werkzeug für einen sicheren Zuschnitt und die Montage. Lege Board, Halterung und Zubehör zuerst auf eine Arbeitsfläche. Miss den Platzbedarf und wiege die vordere Einheit, bevor du Material kaufst. Die unten genannten 60 × 60 cm und vier Lagerpunkte sind ein Zuschnitt- und Planungsbeispiel, keine geprüfte Tragfähigkeitsvorgabe. Wähle die Bauteile anhand ihrer Datenblätter und deiner tatsächlichen Einbaulage aus.

Einkaufsliste

  • Zwei ebene Multiplexplatten: Als Zuschnittbeispiel für ein Board ohne großes Zubehör kannst du mit je 60 × 60 cm und 18 mm Stärke planen. Das sind Beispielmaße, keine geprüfte Tragfähigkeitsvorgabe. Prüfe Schraubenaufnahme und Plattenfestigkeit für deinen Aufbau. Ein großer Surround oder eine Beleuchtung kann mehr Fläche erfordern.
  • Vier geeignete Schwingungsisolatoren als Planungsansatz: Je zwei oben und unten zwischen den Platten. Anzahl und Abstand müssen zum gewählten Bauteil und seiner Belastbarkeit passen. Verwende für die Wandmontage geeignete, mechanisch gegen Abreißen gesicherte Elemente; die Auswahl wird im nächsten Abschnitt erklärt.
  • Befestigung für die Isolatoren: Zum jeweiligen Anschluss passende Schrauben, Muttern und Unterlegscheiben. Gewinde, Einschraubtiefe, Bohrbild und Anzugsmoment kommen aus dem Datenblatt. Eine universelle Empfehlung wie „immer M6“ wäre hier unzuverlässig.
  • Wanddübel und zugehörige Schrauben: Passend zu Baustoff, Plattenaufbau und Gesamtlast. Plane diese Befestigung getrennt von den Verbindungspunkten zwischen den Platten.
  • Die originale Boardhalterung: Einschließlich der vom Boardhersteller vorgesehenen Schrauben und rückseitigen Auflagepunkte. Prüfe, ob die Schrauben für die gewählte Trägerplatte geeignet sind.
  • Optional Filz und dafür geeigneter Kleber: Für die sichtbare Fläche, nicht als tragende Verklebung. Schraubstellen zugänglich lassen.
  • Optional ein dartgeeigneter Surround: Dünner Bastelfilz und eine Holzfläche sind kein gleichwertiger Schutz vor Fehlwürfen oder Abprallern.

Lass dir die Platten bei Bedarf im Holzhandel zuschneiden. So brauchst du zu Hause keine große Säge. Wenn dein Zubehör beispielsweise 69 cm breit ist und vollständig auf der Platte sitzen soll, reichen 60 cm nicht: Passe den Zuschnitt vor dem Kauf an und berücksichtige das zusätzliche Gewicht.

Werkzeug bereitlegen

Du brauchst Maßband, Bleistift, Winkel, Wasserwaage, eine Waage, Schleifpapier, Schraubzwingen sowie Bohrmaschine oder Akkuschrauber mit passenden Holz- und Wandbohrern. Dazu kommen geeignete Schraubenschlüssel, ein Leitungsortungsgerät und für die Arbeit passende Schutzbrille und Staubschutz. Richte eine feste Arbeitsunterlage ein und halte beim Bohren niemanden unter dem Montagebereich.

Die entscheidende Auswahl: welche Schwingungsisolatoren?

Für zwei senkrechte Platten brauchst du Schwingungsisolatoren, deren Hersteller die Belastung und Einbaulage für deinen Aufbau freigibt. Das Gewicht der vorderen Einheit belastet die Verbindung seitlich auf Schub; das Herausziehen von Darts und der Abstand zur Wand erzeugen weitere Kräfte und Kippmomente. Mädler unterscheidet in seinen Pufferdaten Druck und Schub und warnt vor Zugspannung im Gummi. Eine einzelne Angabe wie „20 kg Tragkraft“ genügt daher nicht für die Auswahl. Wenn belastbare Angaben oder eine geeignete Sicherung fehlen, plane die Montage nicht weiter.

Mädler weist bei Standard-Gummipuffern darauf hin, dass ihre Belastbarkeit bei Schub geringer ist als bei Druck und Zugspannung vermieden werden muss. Ein Angebot mit „20 kg Tragkraft“ allein beantwortet daher nicht, ob das Teil hier passt. Einfache Maschinenfüße oder beliebige Gummipuffer sind keine pauschale Einkaufsempfehlung für diesen Wandaufbau.

Frage den Anbieter nach einem für diese Einbaulage geeigneten, abreißgesicherten Isolator und gib ihm diese Daten:

  • Gewicht von Vorderplatte, Board und allem mitgetragenen Zubehör;
  • senkrechte Montage zwischen zwei Platten;
  • geplante Zahl und Position der Verbindungspunkte;
  • Abstand des Boards zur hinteren Platte;
  • zusätzliche Zugkräfte beim Herausziehen der Darts.

Zur Orientierung: Wiegt die vordere Einheit 8 kg, ergeben vier ideal gleich belastete Punkte rechnerisch je 2 kg beziehungsweise rund 20 N aus dem Eigengewicht. Das ist keine Auslegung oder ausreichende Mindesttraglast: Die tatsächliche Verteilung, Kippmomente und zusätzliche Kräfte fehlen in dieser Rechnung. Die Dübel in der Wand tragen außerdem die hintere Platte mit.

Dass es abreißgesicherte Isolatoren für verschiedene Einbaulagen gibt, zeigt etwa ACE mit den Hard Bell Mounts. Die dortigen Lastbereiche sind bauteilspezifisch; daraus folgt keine Empfehlung eines bestimmten Modells für dein Dartboard. Auch ein zu wenig belasteter, zu steifer Isolator kann akustisch ungünstig sein.

Fehlen passende Angaben für deine Konstruktion, bohre die Verbindung noch nicht. Eine überschaubarere Alternative ist eine selbst gestaltete Rückwand mit einem fertigen Dart-Schallschutzsystem, sofern dessen Hersteller die Montage auf diesem Untergrund erlaubt.

Schritt für Schritt: Zuschnitt und Montage

Die Montage beginnt mit Maßen, Gewicht und Wandprüfung; danach folgen Bohrbilder, sichere Wandbefestigung, Isolatoren, Board und eine abschließende Hörprobe. Verwende die folgenden sieben Schritte als Reihenfolge für deine Planung, nicht als Ersatz für die Montageanleitungen der gewählten Bauteile. Besonders wichtig: Die hintere Platte muss die Gesamtlast sicher tragen, die elastische Verbindung muss für ihre Belastung geeignet sein und die vordere Platte darf die Wand nicht an anderer Stelle berühren. Wenn du Tragfähigkeit oder Einbaulage nicht beurteilen kannst, kläre das vor dem Bohren fachkundig.

1. Platz, Gewicht und Höhe festlegen

Zeichne die Umrisse von Board, Surround und Beleuchtung auf Papier oder direkt auf die Vorderplatte. Bei einer quadratischen 60-cm-Platte liegt deren Mitte jeweils 30 cm von den Kanten entfernt. Das Board kann dort zentriert werden, sofern sein Zubehör und die Halterung dazu passen.

Beim üblichen Steeldart-Aufbau liegt die Bullmitte 1,73 m über dem Boden; zwischen Boardvorderseite und Abwurflinie liegen 2,37 m (PDC Europe). Markiere die spätere Bullposition an der Wand. Übertrage den Befestigungspunkt anhand der Boardhalterung: Das Loch für den Halter muss nicht mit der Bullposition übereinstimmen. Nutze für die endgültigen Spielmaße die Aufstellhinweise des Boardherstellers. Höhe, Abstand und Dübel nach Wandtyp erklärt der Ratgeber zum Aufhängen der Dartscheibe.

2. Platten vorbereiten und Bohrbilder anzeichnen

Schleife Schnittkanten glatt. Beschrifte die Teile mit „Wandseite“ und „Boardseite“. Lege zunächst alle Beschläge lose auf. Prüfe, ob du Schrauben und Muttern nach dem Zusammenbau noch mit Werkzeug erreichst.

Als Ausgangsskizze für vier Verbindungspunkte kannst du auf der 60-cm-Platte je eine Position etwa 10 cm von den benachbarten Kanten einzeichnen. Das ergibt ein Raster von 40 × 40 cm. Dieses Raster ist nur eine Platzaufteilung, keine geprüfte Lageranordnung. Passe es an Lastverteilung, Beschläge und erforderliche Randabstände an. Das genaue Lochbild überträgst du von den ausgewählten Isolatoren, nicht aus einer pauschalen Zeichnung.

Zeichne die Wandbefestigungen auf der hinteren Platte getrennt davon ein. Sie müssen bei abgenommener Vorderplatte zugänglich sein und dürfen später nicht gegen diese stoßen.

3. Bohren und Boardhalterung montieren

Fixiere die jeweilige Platte mit Schraubzwingen auf einer Opferunterlage. Bohre die Bauteilbefestigungen in der vom Hersteller vorgesehenen Größe vor beziehungsweise durch. Prüfe Schraubenlängen vor dem Einschrauben, damit keine Spitze in den Zwischenraum oder durch die sichtbare Fläche ragt.

Montiere die Boardhalterung an der Vorderplatte nach ihrer Anleitung. Hänge das Board probeweise ein und kontrolliere die rückseitigen Stellfüße: Sie sollen auf der Vorderplatte aufliegen. Nimm das Board für die weiteren Montagearbeiten wieder ab.

Wenn du Filz aufkleben möchtest, schneide ihn jetzt zu. Halte tragende Kontaktflächen, Bohrungen und Wartungsstellen entsprechend den Beschlagvorgaben frei. Kleber vollständig nach Produktangabe aushärten lassen.

4. Hintere Platte sicher an der Wand befestigen

Prüfe den Bohrbereich auf Leitungen und bestimme den Baustoff. Der fischer-Dübelratgeber erläutert, warum Untergrund, Belastung und passende Montage zusammengehören. Gipskarton, Lochstein und Beton benötigen unterschiedliche Befestigungslösungen.

Richte die hintere Platte mit der Wasserwaage aus. Markiere und bohre die Wandlöcher, reinige sie nach Dübelvorgabe und montiere die Platte mit den zugehörigen Schrauben. Wähle weder Bohrdurchmesser noch Verankerungstiefe nach Gefühl. Bei unbekannter Wand oder zweifelhafter Tragfähigkeit muss die Befestigung vor dem Weiterbauen geklärt werden.

5. Isolatoren und Vorderplatte verbinden

Montiere die ausgewählten Isolatoren nach ihrer Anleitung zwischen die Platten. Lass die Vorderplatte währenddessen von einer zweiten Person halten oder stütze sie sicher ab. Beachte Einbaurichtung, Abreißsicherung, Befestigungsfolge und vorgeschriebene Anzugsmomente. Drehe einen Gummikörper nicht durch unkontrolliertes Festziehen mit.

Die Befestigungen verbinden jeweils eine Platte mit der dafür vorgesehenen Anschlussseite des Isolators. Keine zusätzliche Schraube, Gewindestange oder Holzleiste verbindet beide Platten starr miteinander. Eine konstruktiv integrierte Sicherung wird nicht entfernt oder verändert.

Prüfe den freien Abstand zwischen den Platten. Er muss auch bei der vorgesehenen Bewegung erhalten bleiben. Ein zufällig eingeklemmter Schaumstoffrest ist kein Ersatz für richtig ausgewählte Isolatoren.

6. Dartboard und Zubehör einsetzen

Hänge das Board ein, richte die 20 senkrecht nach oben aus und stelle die vorgesehenen Auflagepunkte ein. Montiere den Surround und zulässiges Zubehör so, dass nichts die hintere Platte oder die Wand berührt. Führe Kabel mit etwas Spiel; sie dürfen weder straff ziehen noch zwischen den Platten eingeklemmt werden.

Kontrolliere die Abwurflinie erneut: Der Aufbau verschiebt die Boardvorderseite in den Raum. Beispiel: Liegt die Spielfläche nun 8 cm weiter vorn als vorher, muss auch eine bisher korrekt markierte Abwurflinie 8 cm weiter von der Wand weg, um denselben Spielabstand zu behalten. Miss von der Spielfläche, nicht pauschal von der Wand.

7. Befestigung prüfen und Hörprobe machen

Kontrolliere vor dem Spielen alle Verbindungen, das sichere Einhängen und den Abstand der Bauteile. Die Platte darf sich nicht lösen, unkontrolliert kippen oder an der hinteren Platte anschlagen. Entferne keine Sicherungen und lockere keine tragenden Schrauben für einen leiseren Klang.

Mach zunächst eine kurze Wurfserie. Eine zweite Person hört im betroffenen Nebenraum zu. Verwende bei einem Vorher-nachher-Vergleich dieselben Darts, denselben Hörort und eine ähnliche Wurfserie. Eine Smartphone-Aufnahme kann beim subjektiven Vergleich helfen; sie ist kein belastbarer Nachweis einer bestimmten Dezibel-Reduktion. Prüfe nach den ersten Spielrunden erneut, ob etwas locker geworden ist, und beachte die Wartungsvorgaben der Bauteile.

Dart-Rückwand oder Wandschutz selber bauen: Was ändert sich?

Eine selbst gebaute Dart-Rückwand schützt die Wand vor Fehlwürfen, ist aber noch kein Schallschutz. Wer beides kombinieren will, muss die Rückwand so anordnen, dass sie die Entkopplung nicht überbrückt. Entscheidend ist, woran die Rückwand befestigt ist und ob sie das entkoppelte Board berührt. Für die Planung gibt es zwei saubere Varianten; welche bei dir leiser ist, haben wir nicht gemessen. Fertige Surrounds, Wandplatten und Rückwände ordnet der Ratgeber zum Dart-Wandschutz ein.

  • Rückwand an der Wand, Board frei davor: Die Dartwand wird für sich an der Wand befestigt. Der Boardträger sitzt in einem Ausschnitt oder davor und berührt die Rückwand nirgends. Lass rundum einen sichtbaren Spalt.
  • Rückwand als vordere Platte: Die große Platte trägt das Board und ist selbst über Schwingungsisolatoren gelagert. Das erhöht das Gewicht deutlich; Isolatoren und Wandbefestigung müssen dafür ausgelegt sein.

Vermeide die Mischform, bei der eine fest verschraubte Rückwand am entkoppelten Board anliegt. Dann führt der Weg der Schwingungen über den Rand der Rückwand wieder in die Wand. Welche Materialien sich für die Oberfläche eignen, steht im Material-Ratgeber.

Wenn der Eigenbau noch laut ist

Bleibt ein selbst gebauter Dartscheiben-Schallschutz laut, prüfe zuerst die sichere Befestigung und dann mögliche Schallbrücken zwischen vorderer Platte, Zubehör und Wand. Achte auf anliegende Plattenränder, straffe Kabel, Lampenhalter und klappernde Boardteile. Schwingt oder kippt die Konstruktion unkontrolliert, unterbrich die Nutzung und kläre Lagerung sowie Tragfähigkeit; lockere keine tragenden Schrauben für einen leiseren Klang. Ist der Aufbau stabil, aber das Klopfen nebenan bleibt, kann ein anderer Übertragungsweg oder Standort beteiligt sein. Vergleiche Änderungen mit einer Hörprobe am selben Ort.

  • Die Platten berühren sich: Abstand und zulässige Auslenkung prüfen. Nicht einfach zusätzliche starre Abstandhalter einsetzen.
  • Ein Surround oder Lampenhalter liegt an der Wand an: Kontakt beseitigen oder das Zubehör nach dessen Montagevorgaben anders anordnen.
  • Es klappert direkt am Board: Halterung, Stellfüße und Nummernring kontrollieren, ohne notwendige Bauteile zu entfernen.
  • Die Platte schwingt stark oder kippt: Nutzung unterbrechen und Lageranordnung sowie Befestigung korrigieren. Mehr Weichheit ist nicht automatisch besser.
  • Der Aufbau sitzt stabil, die Nachbarn hören ihn aber weiter: Es können weitere Übertragungswege im Gebäude bestehen. Prüfe mit dem Ratgeber zu Dartgeräuschen bei Nachbarn auch Standort und Wandwahl.

Häufige Fragen zum Selbstbau

Bei Antivibrationsmatten, Kork, Filz und Sylomer zählt jeweils die konkrete Funktion im Aufbau. Eine sichtbare weiche Schicht belegt weder die sichere Lagerung des Boards noch eine bestimmte Geräuschminderung. Die Antworten unten helfen dir, Werbeaussagen und Materialnamen anhand von Belastung, Befestigung und Aufgabe zu prüfen.

Reicht eine Antivibrationsmatte hinter einer Holzplatte?

Sie kann Bestandteil eines Aufbaus sein, ergibt allein aber keine kontrollierte Entkopplung. Durchgehende starre Befestigungen, ein anliegender Plattenrand oder zu stark zusammengedrücktes Material können den Ansatz beeinträchtigen. Die Dicke einer Waschmaschinenmatte sagt außerdem nichts über ihre Eignung für die Last und Einbaulage deines Boards aus.

Kann ich Kork, Filz oder Sylomer verwenden?

Kork und Filz können als Oberfläche oder Zwischenlage dienen. Für eine tragende elastische Lagerung brauchst du passende Material- und Belastungsdaten. Getzner bietet Sylomer in unterschiedlichen Belastungsbereichen an; irgendein zugeschnittenes Reststück ist deshalb noch keine geeignete Lagerung. Die Aufgaben der Materialien erklärt unser Material-Ratgeber, Größe und Dicke einer Rückwand aus Kork der Ratgeber zur Korkplatte hinter der Dartscheibe.

Kann ich das Board of Silence oder den Karella Schallschutz nachbauen?

Einen Nachbau nach Herstellermaß gibt es nicht, weil die Anbieter den inneren Aufbau nicht veröffentlichen. Das Prinzip lässt sich aber umsetzen: Board und Wand trennen, die Last über eine geeignete elastische Lage führen und starre Kontakte vermeiden. Was die fertigen Systeme laut Anbieter können, steht auf den Seiten zum Board of Silence und zum Karella Schallschutz.

Ist selber bauen günstiger als ein fertiger Schallschutz?

Rechne Holz und Zuschnitt, geeignete Isolatoren, Beschläge, Wandbefestigung und gegebenenfalls Werkzeug zusammen. Wenn du diese Dinge neu kaufen musst, kann der Eigenbau aufwendiger und teurer werden als erwartet. Die Preisklassen der fertigen Systeme stehen im Schallschutz-Vergleich. Vergleiche erst die vollständige Einkaufsliste mit einem fertigen System. Der Vorteil des Eigenbaus liegt vor allem darin, Maße und Gestaltung an deinen Platz anzupassen.

Quellen & Einordnung

Quellen zuletzt geprüft: 13. Oktober 2026. Die Quellen erklären Grundlagen, Regeln und Herstellerangaben; sie belegen keine konkrete Dämmwirkung eines hier vorgestellten Aufbaus. Praktische Prüfschritte sind redaktionelle Empfehlungen.